Dienstag, 25. Juli 2017

Verabschiedung unserer Rektorin Monika Hofmann



Abschied von Monika Hofmann


Gräfendorf (hn) „Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß“. Dieser Spruch an der Tür des Rektorats der Grundschule in Gräfendorf hat Schulrätin Karin Auth beeindruckt. Besonders deswegen, weil er von Rektorin Monika Hofmann im Schulalltag auch umgesetzt worden ist. Bei der Verabschiedung von Monika Hofmann in den Ruhestand würdigte Auth die besondere Haltung Hofmann „als Mensch, als Frau, als Lehrerin und Rektorin“.


Schülern, Eltern, dem Lehrerkollegium und allen Mitarbeitern sei Monika Hofmann in ihren fast 40 Jahren als Pädagogin stets „auf Augenhöhe“ begegnet. „Miteinander leben – miteinander lernen“, habe sie stets vollinhaltlich umgesetzt. „Lehrerin aus Leidenschaft“, so bezeichnete die Schulrätin die scheidende Grundschulrektorin.



„Wir alle wissen, wie wichtig die Beziehung und das Lernklima für unsere Schüler sind: Wer sich wertgeschätzt fühlt, ist auch eher bereit, sich motivieren zu lassen“, betonte Karin Auth. „Respekt voreinander“, war für Monika Hofmann stets der Schlüssel zu Kindern und Erwachsenen. „Jeder kann irgendetwas, niemand kann alles“, lautete dabei ihr Wahlspruch.




Mit Monika Hofmann geht ein Stück Gräfendorfer Schulgeschichte in den Ruhestand, bemerkte Bürgermeister Alfred Frank, gleichzeitig als Vorsitzender des Schulverbands. Er zählte die zahlreichen, von der Rektorin angestoßenen Maßnahmen zur Ausgestaltung des Schulhauses auf. So konnte sie sich die Ausgestaltung mit zeitgerechten Möbeln, die Lichtgestaltung der einzelnen Räume, die vorbildliche Umsetzung aller Sicherheitsauflagen auf die Fahnen schreiben. Schulhof und Turnhalle wurden den Vereinen für Feste und Feiern zur Verfügung gestellt. Beim letzten großen Hochwasser im Jahr 2011 rückten alle soweit zusammen, dass in der Schule für etwa eine Woche die Einsatzzentrale für alle Feuerwehreinsätze untergebracht werden konnte.



„Du hast für die Grundschule Gräfendorf das Optimalste erreicht“, lobte Alfred Frank auch im Namen von Gemündens Bürgermeister Jürgen Lippert. Gemeinsam überreichten Monika Hofmann an deren „Schwelle zum dritten Lebensabschnitt, dem Ruhestand, ein Geschenk.

 

Angeführt von der stellvertretenden Schulleiterin Claudia Kenner bedankten sich alle Lehrkräfte und Angestellten bei ihrer scheidenden „Chefin“. Für den Personalrat zählte Joachim Nöth die Vorteile auf, die der nun beginnende Ruhestand mit sich bringt. Die gute Zusammenarbeit mit den kirchlichen Einrichtungen stellten die Pfarrer Peter Rüb und Thomas Schweitzer in einem Grußwort heraus. Für den Elternbeirat dankte die Vorsitzende Melanie Lauerer.



Von einer echten Kooperation zwischen der Grundschule und den beiden Kindergärten in Seifriedsburg und Gräfendorf sprach Simone Nies. Gemeinsame Elternabende, Projekttage, regelmäßige Treffen zum Austausch oder der Vorbereitung von Veranstaltungen oder das Gespräch mal zwischendurch zwischen zwei guten Nachbarn, würdigte die Kindergartenleiterin.



„Überwältigt und tief berührt“, hatte Monika Hofmann „das letzte Wort“, in der mehrstündigen Feierstunde. „Der Lehrerberuf war schon immer mein Traumberuf und ist es bis jetzt geblieben“, sagte sie. Jede ihrer Stationen an den Schulen im Landkreis und auch in Bad Königshofen, habe sie geprägt. Besonders die 29 Jahre, die sie in Obersinn tätig war, bevor sie der Weg nach Gräfendorf geführt hat. „Was ich aber nie bereut habe“. Die Aufgabe in Gräfendorf betrachtete sie als schöne Herausforderung. „Schulleiterin zu werden war nie mein Ziel – es hat sich so ergeben“, meinte Monika Hofmann. „Es waren Jahre, die ich nicht missen möchte“. 

In persönlichen Worten dankte und verabschiedete sich Monika Hofmann von den einzelnen Persönlichkeiten, die sie in den 39 Jahren und elf Monaten als engagierte Pädagogin begleitet haben. Am Donnerstag, 27. Juli verabschieden die Schüler ihre Rektorin bei Schuljahresabschlussgottesdienst.